Unsere Selbstdarstellung

Wir sind eine protestantische Freikirche mit weltweit etwa 15 Millionen Mitgliedern in 217 Ländern. In der Bundesrepublik Deutschland sind zur Zeit etwa 35.000 Mitglieder in 576 Gemeinden organisiert.

Motivation und Auswirkung

Mit allen Christen verbindet uns der Glaube an Jesus Christus, der durch seinen Tod und seine Auferstehung allen Menschen, die an ihn glauben, die Möglichkeit des ewigen Lebens gibt. Wir glauben seiner Zusage, daß er wiederkommen und eine neue Erde schaffen wird. Diese Wiederkunftserwartung drückt auch der zweite Teil unseres Namens "Siebenten-Tags-Adventisten" (lateinisch: adventus = Ankunft) aus. Der erste Teil des Namens "Siebenten-Tags-Adventisten" weist auf den biblischen Ruhetag, den Sabbat, hin. Wir sehen diesen Tag als ein besonderes Geschenk Gottes, an dem wir Ruhe und Besinnung finden können. Daher versammeln wir uns an jedem Samstag zum Gottesdienst. Maßstab und alleinige Grundlage unseres Glaubens und Lebens ist die Bibel. In der Bibel sind nicht nur unsere Glaubensgrundsätze festgelegt, als Wort Gottes fordert sie uns auch zu verantwortlichem Handeln für uns selbst, unsere Mitmenschen, die Gesellschaft und die Umwelt auf. Daher unterhält unsere Gemeinschaft ein Sozialwerk mit 5590 Schulen und Universitäten, 523 Krankenhäusern und Kliniken sowie 127 Alten-, Kinder- und Waisenheimen. Die adventistische Entwicklungs - und Katastrophenhilfe ADRA arbeitet in 121 Ländern.

Was wir glauben

Als Siebenten-Tags-Adventisten teilen wir mit allen Christen den Glauben an Jesus Christus. Er ist die Mitte unseres Lebens. Und wir glauben, dass es wichtig ist, das Evangelium, die Nachricht von der Errettung, allen Menschen zu bringen.

Jesus Christus

ist unser Herr und Erlöser. Mitte unseres Glaubens und Lebens ist nicht ein Buch oder ein System von Lehren, sondern der gegenwärtige, lebendige Jesus Christus. Er lebt von Ewigkeit her gemeinsam mit Gott, dem Vater. Um uns zu retten, wurde er Mensch. Er lebte unter uns, starb am Kreuz, stand am dritten Tag von den Toten auf und kehrte in die himmlische Welt zurück. Dort wirkt er als Fürsprecher und Anwalt der Menschen. So errettete er uns und versöhnte uns ein für allemal mit Gott (Johannes 3, 16. 17).

Die Zukunft

dieser Welt liegt in seiner Hand. Jesus Christus selbst und jene, die von ihm zeugten, haben immer wieder betont, dass er wiederkommen werde. Sie sagten bestimmte Zeichen voraus, die auf das Ende der Welt weisen (Matthäus 24; 2. Timotheus 3,1-5). Diese Voraussagen erfüllen sich vor unseren Augen. Dabei betonen Adventisten nicht das Weltende, sondern den wiederkommenden Jesus Christus; nicht das Ende, sondern die Vollendung; nicht die Angst, sondern die Hoffnung. Wir glauben dem Zeugnis des Neuen Testaments, dass Jesus Christus persönlich, sichtbar und für alle Menschen gleichzeitig wiederkommen wird. Wir wissen nicht, wann das sein wird, wir glauben aber, dass es bald ist (Offenbarung 1, 7; 1. Thessalonicher 4, 16f).

Die Auferstehung

ist mit der Wiederkunft von Jesus Christus aufs Engste verbunden. Wenn er kommt, wird nicht nur die Welt vollendet; sondern auch wer an ihn glaubt, wird in der Auferstehung neu geschaffen. Damit ist Gottes Absicht verwirklicht: Neue Menschen sollen auf einer neuen Erde leben (Johannes 5, 28. 29).

Die Bibel

enthält alles Wissenswerte über Jesus Christus und die Erlösung. Schon das Alte Testament sagt sein Kommen voraus; das Neue Testament zeugt von dem, was er gesagt und getan hat. In der Bibel erfahren wir, wer Jesus Christus wirklich ist. So ist sie die einzige Grundlage für den Glauben und das Leben (2. Petrus 1, 21)

Die Taufe

steht am Beginn eines neuen Lebens mit Christus. Zunächst wird jemand über den Inhalt des Glaubens unterrichtet; er erkennt, dass er Jesus Christus braucht; er wird sich Jesus zuwenden, der sein Leben ändert. Schließlich bekennt der Mensch seine Entscheidung für ihn in der Taufe. Sie hat eine tiefe Bedeutung: Wie Jesus Christus starb und am dritten Tag auferstand, so wird ein Mensch beim Untertauchen ins Wasser begraben und er aufersteht zu einem neuen Leben mit Jesus Christus (Römer 6, 3-7). Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus Christus erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben.

Die Zehn Gebote

sind von Jesus in der Bergpredigt erklärt und vertieft. Das Halten der Gebote kann uns nicht erretten. Aber wer Jesus Christus nachfolgt, wer als Christ leben will, für den sind sie ewige, unabänderliche Maßstäbe seines Handelns; sie sagen uns, was recht und unrecht ist. Die Kraft aber, das Böse zu lassen und das Gute zu tun, gibt uns Gott durch Christus und durch den Heiligen Geist (l. Johannes 5,2-4).

Der siebente Tag

ist der Ruhetag (hebräisch: Sabbat). Wir leben heute in einer Welt der Hektik, der Ruhelosigkeit, der kräftezehrenden Leistung. Gott hat von Anfang an für uns Menschen an jedem 7. Tag einen Ruhepunkt gesetzt, an dem wir nicht arbeiten sollen, den Sabbat. Gott schenkte und verordnete uns einen Tag, an dem wir zur Ruhe kommen, Einkehr halten bei uns selbst, an dem wir Gott begegnen und an dem wir auch Zeit haben für unsere Mitmenschen. Indem wir den von Gott gesegneten siebenten Tag, den Samstag, feiern, anerkennen wir Gott als Schöpfer (l. Mose 2, 1-3; 2. Mose 20, 8-1 1) und folgen dem Beispiel, das Jesus und die Apostel selbst gegeben haben (Lukas 4, 16; Matthäus 24, 20; Apostelgeschichte 18, 4. 11).